24. Januar 2012

Zynisch: Afrikanische Zeitung nennt Costa-Concordia-Katastrophe ein „Luxus-Problem“

Quelle: In Zeiten des Unglücks sollten die Menschen denjenigen Aufmerksamkeit und Mitgefühl schenken, die Opfer einer Katastrophe geworden sind. Aller sonstigen Kritik zum Trotz, insofern verhalten sich die europäischen Medien zur Zeit vorbildlich. Angesichts des erschütternden Unglücks der Costa Concordia überbieten sich die Berichte vor Feingefühl, während zugleich die Schuldigen erbarmungslos angeprangert werden. Und noch während von Tauchern und mit Hilfe von Sprengungen der Schiffshülle nach Überlebenden gesucht wurde, erhielten Millionen Zuschauer Gelegenheit, den Schrecken der Opfer bei Live-Interviews mitzuempfinden.

Doch nicht alle Medien zeigen solche Anteilnahme. In Afrika wird das Unglück von nahezu sämtlichen Zeitungen und Fernseh-Sendern übergangen. Es entsteht fast der Eindruck, als hätten dort ein paar tote Weiße keinen Nachrichtenwert. Wird ausnahmsweise doch über die Tragödie berichtet, fällt dabei ein abgestumpfter, sogar schon zynischer Unterton auf.

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