Quelle: In Zeiten des Unglücks sollten die
Menschen denjenigen Aufmerksamkeit und Mitgefühl schenken, die Opfer einer
Katastrophe geworden sind. Aller sonstigen Kritik zum Trotz, insofern verhalten
sich die europäischen Medien zur Zeit vorbildlich. Angesichts des
erschütternden Unglücks der Costa Concordia überbieten sich die Berichte vor
Feingefühl, während zugleich die Schuldigen erbarmungslos angeprangert werden.
Und noch während von Tauchern und mit Hilfe von Sprengungen der Schiffshülle
nach Überlebenden gesucht wurde, erhielten Millionen Zuschauer Gelegenheit, den
Schrecken der Opfer bei Live-Interviews mitzuempfinden.
Doch
nicht alle Medien zeigen solche Anteilnahme. In Afrika wird das Unglück von
nahezu sämtlichen Zeitungen und Fernseh-Sendern übergangen. Es entsteht fast
der Eindruck, als hätten dort ein paar tote Weiße keinen Nachrichtenwert. Wird
ausnahmsweise doch über die Tragödie berichtet, fällt dabei ein abgestumpfter,
sogar schon zynischer Unterton auf.
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