29. November 2011

Stuttgart 21


Miese Tricks und Medien-Propaganda beeinflussen Abstimmungs-Ergebnis


Quelle: Die Entscheidung ist gefallen. Das Projekt Stuttgart 21 wird durchgeführt. Ministerpräsident Winfried Kretschmann spricht von einem großen Tag für die Demokratie.

Es war aber kein großer Tag für die Demokratie, sondern ein großer Tag für Anti-Demokraten, ein großer Tag für die zahlreichen "über die Köpfe der Leute"-Entscheider.
Das Ergebnis wurde beeinflusst.
Durch Tricks und Medien-Propaganda, wie ich nun genauer erläutern werde.

Das Projekt gegen Stuttgart 21 war zum Scheitern verurteilt, bevor die Abstimmung überhaupt stattfand. Mich überrascht vielmehr, dass sich noch immer über 41 Prozent der Abstimmenden gegen das Projekt aussprachen. Gegen das Projekt? - ähm oder etwa doch dafür? Ja was eigentlich. Das führt uns gleich zu Trick Nummer Eins.


Trick Nummer Eins: Die Fragestellung

Die Abstimmung wurde so gehandhabt, dass die Projektgegner für "Ja" stimmen mussten. Bin ich gegen etwas, benutze ich normalerweise das Negativum, ich sage "Nein". So ist unsere Wahrnehmung, so sind wir gestrickt. Der Aufbau der Fragestellung sorgte für einige Verwirrung.

Die Frage bei der Volksabstimmung lautet: "Stimmen Sie der Gesetzesvorlage 'Gesetz über die Ausübung von Kündigungsrechten bei den vertraglichen Vereinbarungen für das Bahnprojekt Stuttgart 21' (S21-Kündigungsgesetz) zu?" Gegner des Projekts votieren mit "Ja", also für einen Ausstieg des Landes aus der Finanzierung des Projekts. Befürworter kreuzen "Nein" an.

Viele Menschen verstehen die Fragestellung bei der bevorstehenden Volksabstimmung allerdings nicht. Jeder Zehnte weiß laut Umfrage offenbar nicht, wofür genau die "Ja"- und die "Nein-Stimme" zählt. Immerhin jeder Sechste (17 Prozent) geht sogar fälschlicherweise davon aus, dass man mit einer "Ja"-Stimme den Weg für den Weiterbau frei macht. Quelle : swr.de


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