Ein Bericht von Christoph Hörstel
Quelle: Es schlug ein wie eine Bombe: Die
israelische Website Debkafile veröffentlichte in der vergangenen Woche einen
Bericht über die jemenitische Touristeninsel Socotra, ein hübsches kleines
Reiseziel von 3.800 Quadratkilometern Größe in Form einer Erdnuss, 300
Kilometer vor der jemenitischen Küste gelegen – und etwa 1000 km vom Iran
entfernt. Die Story erschien bedrohlich: 100.000 USSoldaten sollten auf der
neuen US-Basis Platz finden, dazu ein gut ausgebauter Luftwaffenstützpunkt.
Aus amerikanischer Sicht ist klar, was das soll:
Jemen ist neue Drehscheibe im CIA-Zirkus um die amerikanische Sondereinheit mit
dem übernationalen Spitznamen Al-Qaeda, es soll vor dem Persischen Golf einen
weiteren Stützpunkt für den regionalen US-Aufmarsch geben, weil Bahrain im Golf
innenpolitisch als nicht mehr sicher gilt und von jedem der 40.000 kleinen
iranischen Torpedo- Schnellboote attackiert werden kann – von anderen
Bedrohungen ganz zu schweigen.
Tatsächlich wird klar, dass ab Anfang März dieses
Jahres drei amerikanische Flugzeugträgergruppen plus die französische Gruppe um
den Träger Charles de Gaulle am Golf oder in der Nähe einsatzbereit sein
werden, mehr als genug für einen intensiven Bombenkrieg.
Klar sein muss jedoch auch, dass der Iran mit
seiner inzwischen formidablen Raketenwaffe die ganze Region bis nach Israel
locker bestreichen kann, so dass die Verluste auch auf Socotra erheblich sein
werden. Irans Analysten sehen deshalb keinen Anlass zu besonderer Beunruhigung.
Vielmehr gibt es eine klare Entschlossenheit in Teheran, jedes Land, dass sich
am Krieg gegen den Iran beteiligt, auch anzugreifen. Und jeder Experte für die
Region ist sich bewusst, dass der Iran sehr fein dosieren kann und auch wird,
wer dann was „abbekommt“. Saudi-Arabien könnte sich auch zur Zielscheibe
machen, ist zu hören – und das wäre vermutlich das Ende dieser bizarren
Monarchie von Gnaden der CIA. Denn die Bevölkerung wird, wie auch in anderen
arabischen Monarchien, wenig Freude daran haben, für die unbeliebte
amerikanische Hegemonie zu bluten.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
mutzumzorn@gmx.ch