Quelle: Dr. Alexander von Paleske
Vor ein paar Monaten berichteten wir, wie in Grossbritannien bis zum Jahre 1970 Kinder ihren Eltern weggenommen, und in Heime nach Australien verschafft wurden, wo sie oft genug Zwangsarbeit ohne Lohn und Taschengeld leisten mussten, oft genug körperlich missshandelt und sexuell missbraucht.
Übelste Kindersklaverei, wie wir sie jetzt bei der Kakaoernte in Afrika beschrieben haben.
Ein Musterland mit schwarzen Flecken
Nun stellt sich heraus, dass es in dem „Musterländle“ Europas, der Schweiz, ähnliche mittelalterliche Zustände gab: Die sog. Verdingkinder, de facto Kindersklaven.
Nun stellt sich heraus, dass es in dem „Musterländle“ Europas, der Schweiz, ähnliche mittelalterliche Zustände gab: Die sog. Verdingkinder, de facto Kindersklaven.
Diese Schweizer Variante der Kinder-Versklavung
begann um 1800 und dauerte bis 1950.
In der Anfangszeit wurden die Kinder auf den
sogenannten Verdingmärkten „versteigert“, später wurden sie
durch Verlosung zugeteilt.
Um 1900 waren rund 10% aller schweizer Kinder sog.
Verdingkinder. Kinder, die im Alter von 4 Jahren aufwärts ihren Eltern
weggenommen, und der Zwangsarbeit bei Schweizer Bauern ausgeliefert wurden.
Die betroffenen Familien, meist in Städten,
gehörten zu dem, was man heute als Prekariat bezeichnen würde: Familien, die
nicht dem „Mittelstandsideal“ der Schweiz entsprachen. Alleinerziehende
Elternteile, Familien mit Problemen, die man einfach durch die Kindwegnahme
„löste“.
Geschlagen und missbraucht
Viele der so der Zwangsarbeit ausgelieferten Kinder
wurden von ihren „Gastfamilien“nicht selten geschlagen und / oder sexuell
missbraucht. Einige starben.
Dem schweizer Staat war das offenbar alles herzlich
gleichgültig. Eingeschritten bei Beschwerden wurde kaum.
In vielen Fällen waren die Verdingkinder nicht in
der Bauernfamilie familiär aufgenommen, abgesehen davon, dass sie weder
Taschengeld noch Entlohnung für die geleistete Arbeit bekamen.
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