18. Februar 2012

Die Exportfalle

Quelle: Das Ausland blickt neidisch auf Deutschland. Die Wirtschaft brummt, die Unternehmensgewinne steigen und die Arbeitslosigkeit sinkt. Also alles in Butter? Nein, was das Ausland nicht zur Kenntnis nimmt, ist der Preis, den die Deutschen dafür bezahlen. Der Exportweltmeister hat seine Schattenseiten.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stieg im Boomjahr 2010 die Zahl der Minijobber, Teilzeitbeschäftigten, Menschen mit befristeten Jobs oder in Zeitarbeit um 243 000 auf 7,84 Millionen. Der Preis für diesen Beschäftigungszuwachs ist hoch. Seit 2000 ist es den deutschen Arbeitnehmern nicht gelungen, ihre Löhne zu steigern. Wer zu den Geringverdienern zählt, muss heute sogar mit bis zu 22 Prozent weniger auskommen.

Geschaffen wurde dieses Modell, um Deutschland wettbewerbsfähig zu machen. Erreicht wurde eine totale Abhängigkeit vom Ausland, wie der folgende Chart zeigt.



Deutschland ist also gezwungen, die Bonität seiner ausländischen Clientele aufrecht zu erhalten, wenn es die Arbeitsplätze im Export weiter behalten will. Es steckt in der gleichen Falle wie China gegenüber den USA. Die Rettung der südeuropäischen Länder ist nicht eine Frage von Nächstenliebe, sondern von politischem Kalkül.

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